Warum Altmetall wertvoll ist — und wie Sie davon profitieren
Jedes Jahr landen in deutschen Haushalten tonnenweise Metallgegenstände im Müll — dabei könnte jedes einzelne Stück zu Geld werden. Ein altes Fahrrad, Kupferleitungen aus der Sanierung, Aluminiumrahmen von Fenstern: Diese „Abfälle“ sind für Schrotthändler echte Rohstoffe. Der Preis für Altmetall ist aktuell so hoch wie lange nicht mehr. Eine Tonne Kupfer bringt bis zu 7.000 Euro ein. Selbst billiges Altmaterial wie Stahl erzielte 2026 wieder stabile Preise. Der Haken: Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie ihr Metall verkaufen könnten — stattdessen wird es teuer entsorgt oder landet illegal im Wald.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Metallsorten wertvoll sind, wie viel Sie wirklich bekommen können, und wie Sie seriöse Ankäufer finden. Egal ob einzelne Gegenstände oder größere Mengen — es gibt immer eine kostenlose oder sogar bezahlte Lösung.
Welche Metalle sind wertvoll? Der aktuelle Markt 2026
Nicht alle Metalle sind gleich. Manche sind praktisch wertlos, andere bringen echtes Geld. Die wertvollsten Sorten sind:
Kupfer — das ist das Edelmetall unter den Altmetallen. Rote Kupferkabel aus Elektroinstallationen, Kupferröhren von Heizungsanlagen oder alte Kupferdächer: Eine Tonne kostet derzeit 6.500–7.500 Euro. Kleinmengen bringen weniger pro Kilo, aber der Erlös ist immer noch deutlich. Kupfer-Heizkörper einzeln bringen oft 2–5 Euro pro Kilo.
Aluminium — leicht, weit verbreitet, aber weniger wertvoll als Kupfer. Alte Fensterrahmen, Getränkedosen, Dachrinnen, Zaun-Profile: Eine Tonne Aluminium bringt heute 900–1.200 Euro ein. Pro Kilo rechnen Sie mit 0,90–1,20 Euro. Das ist nicht viel, aber bei Großmengen schnell addiert sich das.
Edelstahl — rostfrei und immer gefragt. Spülen, Rohre, Behälter: Edelstahl kostet pro Kilo 1,50–2,50 Euro. Reiner Edelstahl ist oft noch wertvoller, wird aber manchmal mit anderen Metallen verwechselt.
Messing und Bronze — Legierungen, die Schrotthändler lieben. Armaturen, Wasserhähne, alte Messinglampen: 2–4 Euro pro Kilo sind realistisch. Reines Messing bringt mehr als verunreinigtes.
Zinn und Blei — selten, aber wertvoll. Alte Dachrinnen können Zinn enthalten, alte Batterien Blei. Hier lohnt sich die Frage beim Schrotthändler.
Stahl und Eisen — das Massenmetall. Alte Eisenbetten, Gartenzäune, Maschinen: Bringt nur 0,05–0,15 Euro pro Kilo ein. Lohnt sich also erst bei Großmengen (ab 50 kg aufwärts).
Was wird vom Schrotthändler NICHT genommen?
Es gibt auch Ausnahmen. Metalle mit Fremdstoffen, stark verrostete oder beschädigte Teile können problematisch sein. Kunststoff und Metall vermischt — z.B. ein alter Wasserkocher mit Plastikgriff — werden oft geweigert, weil die Trennung zu aufwendig ist. Stark kontaminierte Metalle wie mit Farbe verklebter Stahl kosten sogar Entsorgungsgebühren statt Geld einzubringen. Im Zweifelsfall fragen Sie nach.
Schritt 1: Sammeln und Sortieren — So bereiten Sie das Metall vor
Der erste Schritt kostet Sie Geduld, nicht Geld. Sammeln Sie alle Metallteile, die Sie loswerden möchten. Das können sein: alte Heizkörper aus der Sanierung, defekte Elektrogeräte (Waschmaschine, Heizung), Kupferkabel, Fensterrahmen, Fahrräder, Eisengitter, Rohre, Armaturen. Ein paar Wochen Sammelzeit und plötzlich liegt eine halbe Tonne Metall herum.
Danach: Sortieren Sie nach Metallsorten. Das ist für Schrotthändler die beste Vorbereitung und erhöht Ihren Erlös um bis zu 20 Prozent. Kupfer und Edelstahl in separate Säcke/Haufen, Aluminium separat, Stahl/Eisen separat. Mit einem Magneten überprüfen Sie leicht: Wenn es klebt, ist es Stahl. Wenn nicht, ist es Aluminium, Kupfer oder Edelstahl.
Entfernen Sie Fremdstoffe: Plastikgriffe von Metall-Griffen, Kabel aus Gummiisolierung (Kupfer ist innen wertvoll!), Papier und Karton. Je reiner das Metall, desto besserer Preis.
Schritt 2: Die richtigen Anlaufstellen — Schrotthändler, Wertstoffhöfe, Online-Käufer
Jetzt geht es ums Verkaufen. Es gibt mehrere Optionen, je nach Menge und Art des Metalls:
Der lokale Schrotthändler — die Klassiker-Lösung und meist die beste. Fast jede Stadt hat Schrotthändler, die Altmetall ankaufen. Vorteil: Sie fahren hin, präsentieren Ihren Schrott, bekommen sofort Geld (oft in bar). Die meisten wiegen ab und zahlen nach Marktpreis. Kein Papierkram, keine Wartezeiten. Im Internet finden Sie Schrotthändler schnell mit „Schrotthändler [Ihre Stadt]“ oder auf Plattformen wie Gelbe Seiten oder Google Maps. Rechnen Sie mit Öffnungszeiten: Montag–Freitag 8–17 Uhr ist Standard.
Der Wertstoffhof — kostenlos, aber meist ohne Vergütung. Viele Wertstoffhöfe nehmen Altmetalle an, bezahlen Sie aber nicht dafür. Nur große Mengen können interessant sein — z.B. wenn eine Sanierung mehrere Tonnen Metall anfällt und ein Schrotthändler nicht vorbeikommt. Vorteil: Umweltfreundlich und legal, ohne Schleppen zum Händler.
Online-Plattformen wie eBay Kleinanzeigen oder Shpock — für einzelne wertvolle Gegenstände. Alte Fahrräder, Kupferleitungen oder Messingarmaturen, die noch funktionieren und schön aussehen, finden hier manchmal Käufer zu besseren Preisen als beim Schrotthändler. Nachteil: Versand ist teuer und kompliziert für schwere Metalle. Lohnt sich nur für Kleinteile oder wenn Sie lokal verkaufen können.
Spezialbörsen für Elektriker und Handwerker — manche Handwerksbörsen oder Facebook-Gruppen haben Ankäufer, die Kupferkabel und Leitungen suchen. Hier bekommen Sie manchmal bessere Preise als beim Standard-Schrotthändler.
Was kostet die Entsorgung — wenn das Metall keinen Wert hat?
Falls Ihr Metall stark verrostet, beschädigt oder kontaminiert ist, will kein Schrotthändler dafür zahlen. Dann müssen Sie es entsorgen. Die Kosten sind moderat: Ein Wertstoffhof nimmt es oft kostenlos an. Wenn nicht, rechnen Sie mit 50–150 Euro pro Tonne bei einer Entsorgungsfirma. Für ein paar Kilogramm auf dem Wertstoffhof: kostenlos.
Tipp: Wenn Sie große Mengen haben (z.B. Schrott von einer Sanierung), lohnt sich eine Entrümpelungsfirma, die auch Entsorgung macht. Diese fahren vor Ort an, bewerten das Material, und zahlen im besten Fall sogar für wertvolles Metall.
Die besten Schrotthändler finden — Tipps zur Recherche
Ein seriöser Schrotthändler hat folgende Merkmale:
Bewertungen online: Checken Sie Google Maps, Gelbe Seiten oder yelp.de. Vier-Stern-Bewertungen und Kommentare wie „faire Preise“ oder „schnelle Auszahlung“ sind gute Zeichen. Miese Bewertungen mit „Betrug“ oder „zu niedrige Preise“ sind Warnsignale.
Transparente Gewichte: Ein gutes Zeichen ist, wenn Sie zusehen können, wie Ihr Metall gewogen wird. Die Waage sollte sichtbar und eichbar sein. Seriöse Händler zeigen Ihnen die Messwerte.
Aktuelle Marktpreise: Der beste Schrotthändler kennt die aktuellen Preise für jede Metallsorte. Er sollte diese bereit haben und erklären können, warum gerade diese Summe gezahlt wird. Wenn ein Preis völlig unter dem Markt liegt (z.B. nur 1 Euro/kg für Kupfer), fahren Sie woanders hin.
Zertifizierung: Größere Schrotthändler sind oft ISO-zertifiziert oder Mitglied in Branchenverbänden. Das ist ein Qualitätsmerkmal, bedeutet aber nicht, dass kleinere Händler unseriös sind.
Was Sie beim Verkauf noch wissen sollten
Bringen Sie einen Ausweis mit — viele Schrotthändler verlangen ihn zu ihrer Sicherheit. Altmetallverkauf ist erlaubt, aber dokumentiert.
Transportieren Sie sicher: Schwere oder scharfkantige Metallteile können Fahrzeuge beschädigen oder zu Unfällen führen. Sichern Sie die Last mit Spanngurten, überprüfen Sie die Tragfähigkeit Ihres Autos und fahren Sie vorsichtig.
Marktpreise schwanken: Die Edelmetall-Preise (Kupfer, Edelstahl) ändern sich täglich je nach Börsennotierungen. Der beste Zeitpunkt ist, wenn Preise gerade gestiegen sind. Ein schneller Check online zeigt, wie es aktuell steht.
Größere Mengen ankündigen: Wenn Sie eine halbe Tonne oder mehr haben, rufen Sie vorher an und melden es an. Der Schrotthändler kann dann seine Waage einstellen und hat Zeit für Sie eingeplant.
Altmetallschrott von Sanierungen und Renovierungen
Bei größeren Sanierungen (Badezimmer, Heizung, Elektro) fallen oft erhebliche Mengen Altmetall an. Hier lohnt es sich besonders: Heizkörper aus der alten Heizung, Kupferleitungen aus der Elektrik, Fensterrahmen (Aluminium), manchmal sogar Dachrinnen (Zink oder Kupfer). Diese können zusammen schnell 100–500 Euro wert sein.
Besser als alles zum Wertstoffhof zu fahren: Fragen Sie gleich beim Handwerker, ob er es abholt und selbst verkauft, oder organisieren Sie einen Schrotthändler, der vor Ort vorbeischaut und alles abholt. Das spart Fahrten und oft bekommen Sie noch Geld dafür statt es zu bezahlen.
Die wichtigsten Metallpreise im Überblick (Juli 2026)
Die aktuellen Marktpreise für Altmetalle schwanken täglich, aber hier sind realistische Durchschnittswerte für Juli 2026:
Kupfer (rein): 6.500–7.500 €/Tonne, ca. 6,50–7,50 €/kg
Kupferkabel (mit Isolierung): 3,50–5,00 €/kg (Isolierung wird abgezogen)
Edelstahl (rein): 1,50–2,50 €/kg
Messing/Bronze: 2,00–4,00 €/kg
Aluminium: 0,90–1,20 €/kg
Stahl/Eisen: 0,05–0,15 €/kg
Diese Preise gelten beim direkten Verkauf an Schrotthändler. Kleine Mengen oder stark gemischtes Material bringen oft weniger, weil Sortier- und Bearbeitungskosten anfallen.
Alternative: Entsorgungsfirmen, die auch ankaufen
Sie haben auch die Möglichkeit, eine Entrümpelungsfirma mit Entsorgungsleistung zu engagieren. Diese fahren zu Ihnen, sortieren Metalle direkt vor Ort aus und verkaufen sie selbst weiter. Der Vorteil: Sie brauchen nicht selbst zum Schrotthändler fahren. Der Nachteil: Sie bekommen einen niedrigeren Preis, weil die Firma ihren Aufwand und Gewinn abzieht. Trotzdem ist es komfortabel und oft lohnt sich die Kombination (Entrümpelung + Altmetall-Verkauf). Viele Kunden holen sich dafür bis zu 3 Angebote kostenlos ein und sparen so bis zu 42 Prozent.
Fazit: Altmetall ist wertvoll — nicht werfen, verkaufen!
Altmetall zu entsorgen ist teuer und umweltschädlich. Altmetall zu verkaufen ist kostenlos oder bringt sogar Geld — manchmal überraschend viel. Kupfer und Edelstahl sind wertvoll, Stahl ist es nicht, dazwischen gibt es viel. Die beste Strategie: Sammeln, sortieren, zum lokalen Schrotthändler bringen, Marktpreis abholen.
Wenn Sie bei einer größeren Entrümpelung oder Sanierung erhebliche Mengen Altmetall haben, kann sich auch der Anruf bei einer professionellen Entrümpelungsfirma lohnen — diese kennen den Markt, fahren selbst zum Schrotthändler und sparen Ihnen Zeit. Lesen Sie auch unseren Ratgeber zu Entrümpelungsfirma beauftragen, erfahren Sie mehr über Schrottabholung oder Wertstoffhöfe, und holen Sie jetzt kostenlos Angebote von bis zu 3 Entsorgungspartnern ein — sparen Sie bis zu 42 Prozent.






















